Soßengerichte

Kartoffelpüree a la “Sterneküche”

Für 4 Personen:

 

  • 1 Kg Kartoffeln, mehligkochend

  • 250 g Butter

  • 1 Schluck Kochsahne

  • 1 Prise Salz und Muskatnuss

 

Also, es gibt drei Wege, deine Kartoffeln zunächst zu garen.

Der einfachste und schnellste Weg: Du schälst die Kartoffeln, schneidest sie grob klein und kochst sie in gesalzenem Wasser weich. Danach lässt du sie kurz im Sieb ausdampfen.
Pro: Geht schnell, die Kartoffeln nehmen bereits eine gute Portion Salz auf.
Kontra: Kann dazu führen, dass dein Püree etwas weniger samtig und leicht „schleimig“ wird.

Option zwei: Du kochst die Kartoffeln in der Schale in Salzwasser. Danach abschöpfen, etwas ausdampfen lassen und anschliessend schälen.
Pro: Die Kartoffeln bleiben geschmeidiger beim Pürieren, der Kartoffelgeschmack ist präsenter.
Kontra: Dauert länger. Sind die Kartoffeln ungleichmässig gross, müssen die grösseren länger garen. Zudem ist das Schälen gekochter Kartoffeln immer etwas mühsamer.

Und die wohl beste, aber auch zeit- und energieaufwändigste Methode: Die Kartoffeln mit Schale im Backofen auf grobem Meersalz garen. Je nach Grösse können die Kartoffeln bei 200 °C Ober-/Unterhitze gut 45–50 Minuten brauchen. Dafür legst du die Kartoffeln einfach auf ein Beet aus Meersalz und stichst sie ein paar Mal mit einem Holzspiess ein – so werden sie am Ende noch samtiger. Nach dem Garen etwas auskühlen lassen und schälen.
Pro: Intensiver Kartoffelgeschmack, perfekte Konsistenz.
Kontra: Dauert lange, höherer Energieverbrauch.

Egal, für welche Methode du dich entschieden hast – jetzt werden die Kartoffeln verarbeitet.

Das feinste Püree erhältst du, wenn du die gegarten Kartoffeln durch ein feines Mehlsieb drückst. Am einfachsten geht’s mit einem Passe-vite oder einer Kartoffelpresse. Wenn du nichts davon zu Hause hast, reinigst du gründlich deine Arbeitsfläche, legst die geschälten, gegarten Kartoffeln darauf und zerdrückst sie mit einem sauberen Topfboden.

Danach gibst du das noch warme Püree in einen Topf und arbeitest die kalte Butter nach und nach unter ständigem Rühren ein, idealerweise auf kleiner bis mittlerer Stufe. Sollte sich das Fett langsam trennen, hilft ein Schluck heisse Sahne.

Jetzt musst du dein Püree nur noch abschmecken – und fertig ist dein grandioses Kartoffelpüree.

 

 

Böhmische Knödel

Für 4 Personen:

  • 250ml lauwarme Milch

  • 30g frische Hefe

  • 500g Weissmehl

  • 1 mittelgrosses Ei

  • 10g Salz

  • Eine Prise Zucker

 

Die Hefe in der Milch auflösen, dann alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig zugedeckt ca. 1 Stunde bei Raumtemperatur aufgehen lassen.

Anschliessend ca. 6–8 cm dicke Rollen formen und so zuschneiden, dass sie noch in euren Kochtopf passen. Die Rollen abgedeckt weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur aufgehen lassen.

Einen Topf mit gesalzenem Wasser aufkochen. Zum Pochieren der Knödel darf das Wasser jedoch nicht mehr kochen! Die Rollen vorsichtig in das siedende Wasser legen und zugedeckt pochieren. Da sie an der Oberfläche schwimmen, sollten sie mehrfach gewendet werden, damit sie gleichmässig garen.

Nach ca. 20 Minuten sind die Knödel gar. Mit einer Lochkelle vorsichtig auf ein Schneidebrett legen und sofort mit einem Zahnstocher mehrfach einstechen, damit sie nicht zusammenfallen.

Am besten lassen sich die Knödel mit einem Faden schneiden: Dazu den Faden um den Knödel legen und zusammenziehen, um saubere, nicht zerdrückte Scheiben zu erhalten.

Tipp: Die Knödel können auch in Butter angebraten werden. Ebenfalls können sie gedämpft werden, anstelle von im Wasser pochieren.

Bratenpaste (Vegetarisch)

Für ein Glas à ca. 3 dl:

  • 1 Knollensellerie, geschält

  • 2 grosse Zwiebeln, geschält

  • 1 gute Prise Salz

  • 4 Knoblauchzehen

  • 3 EL Öl

  • 1 EL Miso-Paste

  • 1 EL Tomatenmark

  • 2 dl Rotwein (o. alkoholfreie Alternative)

  • 2 EL Balsamico

  • 2 EL Sojasoße

 

Den Knollensellerie in feine Scheiben schneiden und zusammen mit der fein geschnittenen Zwiebel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Gut salzen und im vorgeheizten Ofen bei 240 °C Umluft ca. 40–45 Minuten rösten, bis alles schön Farbe angenommen hat.

In der Zwischenzeit den Knoblauch in feine Scheiben schneiden und in einem Topf im Öl goldbraun rösten. Die Hitze reduzieren, Misopaste und Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten. Mit Wein ablöschen und leicht einkochen lassen. Anschließend Balsamico und Sojasoße zugeben.

Das geröstete Gemüse in den Topf geben, alles gut vermengen und mit dem Stabmixer fein pürieren.

Bœuf Stroganoff mit Spätzle

Mise en Place für 4 Personen:

  • 650 g Rip Eye Steak, Raumtemperatur

  • 180 g Champignon

  • 1 Rote Peperoni

  • 1 Schalotte

  • 1 Knoblauchzehe

  • 2 – 3 Essiggurken

 

Das Rindfleisch in daumendicke Würfel schneiden, dabei das Fett zum Braten beiseitelegen. Die Pilze je nach Größe vierteln oder sechsteln. Die Peperoni in feine Streifen schneiden. Schalotte und Knoblauch fein schneiden oder hacken. Die Essiggurke in Streifen oder kleine Würfel schneiden.

 

  • Etwas Sonnenblumenöl zum Braten

  • 1 Prise Paprika, edelsüss

  • 30 g Butter

  • 1 TL Tomatenmark

  • 1-2 TL Paprikapulver, edelsüss

  • 1 Prise Rauchpaprika (Optional)

  • 1 Prise Cayennepfeffer

  • 1 Prise schwarzer Pfeffer & Salz

  • 1 -2 TL Weissmehl

  • 1 Schluck Weisswein

  • 120 g Rindsbouillon

  • 2 dl Sahne

  • 1 Spritzer Zitronensaft zum Abschmecken

  • Zur Garnitur: gezupfter Majoran und etwas Creme Fraîche

 

Öl in einer unbeschichteten Bratpfanne erhitzen. Das Fleisch nur mit Salz würzen und von allen Seiten scharf anbraten. Die Hitze etwas reduzieren, Paprikapulver zugeben, kurz mitrösten und das Fleisch anschließend in eine Schale geben. Die Pfanne kurz auswischen und die Pilze sowie die Peperoni ebenfalls scharf anbraten. Gegen Ende mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und ebenfalls in die Schale geben. Nun die Schalotte und den Knoblauch in etwas Butter glasig dünsten. Tomatenmark, Paprikapulver, Rauchpaprika, Cayennepfeffer und Mehl hinzufügen und kurz mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen und diesen etwas einkochen lassen. Anschließend die restlichen Flüssigkeiten unterrühren und abschmecken. Sollte die Sauce zu flüssig sein, mit etwas Mehlschwitze binden. Fleisch und Gemüse wieder in die Pfanne geben und kurz erhitzen. Zum Schluss mit Majoran, Essiggurken und Crème fraîche ausgarnieren.

Das Rezept findest du auch auf meinem Youtube Kanal. JETZT ANSEHEN